Von Simon Vogel Ein Fußballwochenende, das in Erinnerung bleibt: Für die E1-Jugend der SG Horgau-Auerbach ging es in diesem Frühjahr auf eine besondere Reise – von Horgau bis nach Berlin. Ziel war eine hochkarätige Turnierveranstaltung bei der SC Oberhavel Velten, unweit der Hauptstadt. Insgesamt nahmen 29 Mannschaften an zwei parallel ausgetragenen E-Jugend-Turnieren teil – darunter namhafte Vereine wie Union Berlin, Viktoria Berlin, der BFC Dynamo Berlin, Füchse Berlin und Hertha 03 Zehlendorf – Vereine mit hochspielenden Herrenmannschaften und bekannter Jugendarbeit, aus denen schon diverse Proffußballer wie u.a. Thomas Häßler, Christian Ziege oder die Boateng Brüder hervorgingen. Eine beeindruckende Bühne also für den Nachwuchs – und mittendrin: unsere Jungs der SG Horgau-Auerbach mit der weitesten Anreise. Schon diese war ein Erlebnis für sich. Mit insgesamt 18 Teilnehmern – zehn Spieler mit den Trainern Jörg Fischer und Simon Vogel sowie sechs engagierte Eltern – machte sich die Gruppe auf den Weg. Die Einladung nach Velten war dabei kein Zufall: Bereits im vergangenen Jahr war aufgrund familiärer Verbindungen SC Oberhavel Velten zu Gast beim Heimturnier in Horgau. Nun folgte der Gegenbesuch – ein schönes Zeichen gelebter Fußballfreundschaft. Nach der Ankunft und der Übernachtung in einem Hostel direkt am Berliner Hauptbahnhof startete der Samstag mit einem ausgiebigen Frühstück. In lockerer, fröhlicher Runde stärkten sich Spieler, Trainer und Eltern – natürlich stilecht mit Berliner Schrippen. Anschließend ging es weiter nach Velten, wo das ganztägige Turnier stattfand. Bei bestem Fußballwetter zeigten unsere Nachwuchskicker großen Einsatz und begeisterten mit sehenswertem Spiel. Patrick, Samuel, Jaron, Maxi, Mario, Matthias, Leopold, Felix sowie Jakob M. und Jakob V. hielten gegen starke Konkurrenz bestens mit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein verdienter 6. Platz – ein toller Erfolg angesichts des hochklassigen Teilnehmerfeldes. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre auch eine noch höhere Platzierung möglich gewesen. Nach einem intensiven Turniertag klang der Abend mit einem gemeinsamen Grillfest mit den Gastgebern aus. Spieler, Trainer und Eltern verbrachten zusammen entspannte Stunden – und während die Erwachsenen bei Gesprächen den Tag Revue passieren ließen, hatten die Kinder noch längst nicht genug. Es wurde weitergekickt, gelacht und gespielt – ein perfekter Abschluss eines langen, aber rundum gelungenen Tages. Am Sonntag stand vor der Rückreise noch ein weiteres Highlight auf dem Programm: eine gemeinsame Sightseeingtour durch Berlin. Die jungen Fußballer erkundeten bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, den Reichstag, den prunkvollem Ku´damm rund um die Gedächtniskirche, den Alexanderplatz mit dem Fernsehturm sowie die Museumsinsel mit dem Berliner Dom. Besonders stolz trugen die Kinder dabei ihren gewonnenen Pokal durch die Straßen der Hauptstadt – ein Symbol für ihren Einsatz, aber vor allem für ein besonderes Wochenende. Natürlich durfte auch ein kulinarischer Berlin-Klassiker nicht fehlen: Am Bahnhof Zoo stärkten sich viele bei „Curry 36“ mit original Berliner Currywurst und Pommes.
So schön sportliche Ergebnisse im Fußball auch sind – an diesem Wochenende wurde einmal mehr deutlich: Erfolg lässt sich nicht allein in Siege, Tabellen und Platzierungen messen. Der sechste Platz ist ein schönes Resultat, doch der wahre Wert dieser Reise liegt an anderer Stelle. Denn echter Erfolg zeigt sich darin, dass aus einer Mannschaft eine noch engere Gemeinschaft wird. Freundschaften wurden gestärkt, neue Kontakte geknüpft und wichtige soziale und kulturelle Erfahrungen gemacht – Werte, die weit über den Fußball hinausreichen. Die Kinder haben gelernt, gemeinsam unterwegs zu sein, Rücksicht zu nehmen, füreinander da zu sein und neue Erlebnisse zu teilen. Genau das sind die Bausteine, aus denen echte Erinnerungen entstehen. In ein paar Jahren werden einzelne Spiele und Siege verblassen. Was bleibt, sind die Erinnerung fürs Leben – und das Gefühl, Teil von etwas Besonderem gewesen zu sein. Und genau darin liegt der größte Erfolg.





